Sunday, February 12, 2006

Foto klappt nicht.

Da will man schon mal aus der Anonymität treten - und dann sowas. Nix Flickr-Badge. Naja. Wenn schon. Die hungrigen Katzen warten. (Scherben) Ich bin mal wieder zu nicht gewerkschaftlich abgesicherten Zeiten an meinem Arbeitsplatz. Peer spricht Texte für ein Blinden-Erholungsheim am Alpenrand ein. Einer muss das Licht und die MAZ ein- und ausschalten. Das bin wohl ich. Unter der Woche versuche ich gerade, den Preis für unproduktives herumsitzen zu gewinnen - nur um am Wochende für Kumpels doch noch mal im Sender vorbeizuschauen. Hoffe nur, daß der Tonknacker, den ich am Anfang der Aufnahme vernommen habe, ein Einzelfall war. Sonst kann sich das Projekt noch um einige Sessions erweitern. Lieber Coffinshakers als die Scherben. ...My eyes are are watching you... Aber nicht den Aufnahmepegel ;-)

Muss mal an alle vergessenen denken. Leute, die ich (lange) (nie mehr) wiedersehen werde. Fällt mir sofort Dorota ein. Polen um die Jahrtausendwende. Besuch in Warschau. Knutschen auf einer Straße um 5 morgens - bis die Bullen kamen. Mehr ist im Moment nicht drin. Kommt bestimmt auch vom Saufen. Da vergisst man noch seinen eigenen.. ähm. Zumindest aber viele andere. Das ist ein Problem. In dem Moment, wo man die Kneipe entert, das erste, zweite, dritte, vierte Bier - geht der Abend nie zu Ende. So hat man jedesmal die Jugend und Unschuld des Abends auf dem Tablett - wird aber älter und kaputter, je mehr sich leere Gläser auf dem Tisch sammeln. So, wenn es dann auch im echten Leben 8 Glasen hat, begibt man sich leicht deprimiert auf den Heimweg - einerseits, weil die echte Jugend dem nächsten Tag ohne selbstgeschaffene und fremderzwungene Verpflichtungen entgegensieht und weiterfeiert - andererseits, weil man weiß, daß man wieder einmal zu viel, zu lange usw. Der nächste Tag macht alles nur noch schlimmer. Verkatert arbeiten macht noch wesentlich weniger Spaß als trocken. Zu allem Unglück: das ständige schlechte Gewissen, gut getarnt als mahnender Helfer, aber absent, wenn sich der Wunsch nach geistigen Getränken einstellt und man tatsächlich Hilfe beim Neinsagen bräuchte. Wo soll das nur enden. Vermutlich in der Kneipe.

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